

Photovoltaikanlagen, Heimspeicher, Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge verändern die Energieflüsse in privaten Haushalten. Für Stadtwerke und andere Energieversorger entsteht daraus ein neues strategisches Handlungsfeld: Sie müssen dezentrale Anlagen nicht nur in die Stromversorgung integrieren, sondern deren Flexibilität perspektivisch auch wirtschaftlich nutzbar machen.
Wie der Einstieg gelingen kann, zeigen Thies Stillahn, Head of Sales DACH bei exnaton, und Wilhelm Appler, Co-Founder von clever-PV, in einem neuen Gastbeitrag auf HEMS Finder.
Mit dem Ausbau intelligenter Messsysteme werden Verbrauch und Einspeisung zunehmend viertelstündlich erfasst und bilanziert. Gleichzeitig führen PV-Anlagen, Batteriespeicher, Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge zu neuen Last- und Einspeisemustern, die sich mit klassischen Standardlastprofilen nur begrenzt abbilden lassen.
Dadurch wachsen die Anforderungen an Beschaffungsprognosen, Bilanzkreismanagement und Tarifgestaltung. Zugleich entstehen neue Möglichkeiten, flexible Haushaltsanlagen in innovative Energieprodukte einzubinden.
Daten aus Home Energy Management Systemen – kurz HEMS – können Versorgern dabei helfen, Verbrauch und Einspeisung besser zu prognostizieren, dezentrale Anlagen zu koordinieren und perspektivisch zusätzliche Erlöspotenziale zu erschließen.
Technische Steuerbarkeit allein reicht jedoch nicht aus. Damit Haushaltsflexibilität zu einem skalierbaren Geschäftsmodell wird, müssen mehrere Voraussetzungen zusammenspielen:
Der Gastbeitrag beschreibt außerdem einen schrittweisen Weg: von besseren Beschaffungs- und Bilanzkreisprognosen über die Direktvermarktung kleiner PV-Anlagen bis zur Vermarktung aggregierter Flexibilität im Intraday-Handel.
So können Energieversorger erste operative Mehrwerte realisieren und gleichzeitig die Grundlage für zukünftige Flexibilitätsprodukte schaffen.
Welche Handlungsoptionen Stadtwerke haben und warum der Zeitpunkt für den Einstieg entscheidend ist, erläutern die Autoren ausführlich im gemeinsamen Gastbeitrag:
Flexibilitätsvermarktung von Haushaltskunden: Warum Stadtwerke jetzt handeln sollten.