Batterieschwärme als Gamechanger der Energiewende

February 9, 2026
Anastasia Vyshkvarkina

Kurz vor der E-world kamen Dr. Liliane Ableitner (CEO & Co-founder der Exnaton AG), Tobias Mader (Geschäftsführer der FlexHome Energie GmbH), und Dr. Manuel Lösch (Gründer & Geschäftsführer von InnoCharge) zu einer gemeinsamen Podcast-Folge zusammen. Im Fokus: Batterieschwärme und ihre Rolle in einem zunehmend komplexen Energiesystem.

Die Diskussion verbindet Praxisperspektiven aus der Energiewirtschaft mit strategischen Einblicken zu KI, Flexibilität und neuen Tarifmodellen.

Hier die komplette Folge anhören:

Warum Batterieschwärme jetzt relevant sind

Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien steigen Volatilität und Komplexität im Energiesystem. Energieversorger stehen vor der Aufgabe:

  • dezentrale Assets zu integrieren
  • Netzstabilität zu sichern
  • wettbewerbsfähige Tarife anzubieten
  • operative Komplexität zu beherrschen

Batterieschwärme setzen genau hier an. Viele vernetzte Speicher werden zu einem intelligent gesteuerten Gesamtsystem gebündelt. So entsteht nutzbare Flexibilität im großen Maßstab.

Ein wichtiger Vorteil: Flexibilität wird damit auch für Mehrfamilienhäuser und Mietende zugänglich — nicht nur für Einfamilienhäuser mit PV.

Zentrale Erkenntnisse aus dem Podcast

Datenschutz ist nicht der eigentliche KI-Blocker

Eine der provokanten Thesen der Folge: Ist Datenschutz der größte Hemmschuh für KI in der Energiewirtschaft?

Die Praxiserfahrung zeigt ein anderes Bild. Energieversorger sind seit Jahren an strenge Datenschutz- und Regulatorik-Vorgaben gewöhnt. Entscheidend ist daher nicht, Compliance zu umgehen, sondern KI-Lösungen sauber in bestehende Rahmenbedingungen einzubetten.

Mitarbeiter-Einbindung entscheidet über den Erfolg

Ein zentrales Learning: KI-Projekte sind immer auch Transformationsprojekte.

Besonders hohe Akzeptanz entsteht, wenn Mitarbeitende früh eingebunden werden — etwa durch strukturierte Interviews zur Wissenssicherung. Dadurch lassen sich:

  • Erfahrungswissen sichern
  • Onboarding beschleunigen
  • Vertrauen in KI stärken

Spannend dabei: In vielen Unternehmen sind Mitarbeitende durch private Nutzung bereits weiter als die Organisation selbst.

Von Wissenssicherung zu operativer Resilienz

Ein konkreter Use Case ist KI-gestütztes Wissensmanagement. Durch strukturierte Erfassung und bot-basierte Abfragen kann kritisches Know-how langfristig verfügbar gemacht werden.

Perspektivisch können solche Systeme auch die Krisenfestigkeit von Versorgern stärken — etwa wenn zentrale IT-Systeme ausfallen.

Wachsende Komplexität verändert die Anforderungen

Die Energiewirtschaft steht vor einem Paradigmenwechsel. Neben Effizienz rücken zunehmend Themen in den Fokus wie:

  • Cyber-Sicherheit
  • physische Infrastruktur-Risiken
  • Dezentralisierung
  • geopolitische Unsicherheiten

In diesem Umfeld werden KI und aggregierte Flexibilität zu zentralen Enablern.

Was das für Energieversorger bedeutet

Für Energieversorger eröffnen Batterieschwärme neue strategische Möglichkeiten. Sie unterstützen:

  • bessere Integration erneuerbarer Energien
  • neue Flexibilitäts-Geschäftsmodelle
  • kundennahe Tarifinnovationen
  • höhere Netzstabilität
  • eine sozial gerechtere Energiewende

Entscheidend bleibt jedoch das Zusammenspiel aus Technologie, Regulierung und organisatorischer Transformation.

Jetzt Podcast anhören

Die Folge liefert praxisnahe Einblicke für Energieversorger, Stadtwerke und Entscheider:innen der Branche.

Hier geht’s zur Podcast-Folge.

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