

Dynamische Stromtarife entwickeln sich europaweit zu einem wichtigen Baustein der Energiewende. Da Stromsysteme immer größere Anteile erneuerbarer Erzeugung integrieren, schwanken Großhandelspreise häufiger – zeitvariable Preismodelle werden dadurch für Versorger wie Verbraucher:innen zunehmend wertvoller. Gleichzeitig erkennen Kund:innen die Vorteile dynamischer Tarife, die durch den Wegfall der Risikoprämien klassischer Festpreisverträge niedrigere Stromkosten ermöglichen können.
Trotzdem stehen viele Versorger vor derselben Herausforderung: Die meisten Haushaltskund:innen haben noch keinen Smart Meter, der 15-Minuten-Intervalldaten ins Abrechnungssystem liefert. In Deutschland können fast 95 % der Kund:innen noch nicht auf Basis echter Intervalldaten in einem dynamischen Tarif abgerechnet werden. Ohne Intervall-Messdaten gehen viele Lieferanten davon aus, dass sie den Start dynamischer Tarife verschieben müssen, bis die Smart-Meter-Durchdringung zunimmt.
SLP-basierte dynamische Verträge schließen genau diese Lücke.
Mit Standardlastprofilen (SLP) kombiniert mit einer modernen Abrechnungs-Engine können Versorger schon heute dynamische Stromverträge einführen, wertvolle operative Erfahrung sammeln und gleichzeitig ihre Systeme und Kund:innen auf den Übergang in eine vollständig digitale Energiewelt vorbereiten.
Europaweit drängen Regulierungsbehörden Versorger in Richtung dynamischer Strompreise. In Deutschland verpflichtet §41a EnWG Stromlieferanten dazu, Kund:innen mit Smart Meter dynamische Tarife anzubieten. Österreichs Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) und die sich entwickelnde Flexibilitätsregulierung in der Schweiz bewegen sich in eine ähnliche Richtung und drängen Lieferanten zu flexibleren, marktorientierten Endkundenprodukten.
Das Problem: Die Regulierung entwickelt sich schneller als die zugrunde liegende Infrastruktur.
Gerade in Deutschland hinkt der Rollout der intelligenten Messsysteme (iMSys) den gesetzlichen Ambitionen konsequent hinterher. Zwar sollen Versorger dynamische Tarife breit verfügbar machen, doch der Großteil der Haushaltskund:innen kann noch immer nicht auf Basis echter Intervall-Verbrauchsdaten abgerechnet werden.
Daraus entsteht ein strukturelles Dilemma.
Versorger können den Start dynamischer Tarife verschieben, bis der Smart-Meter-Rollout aufgeholt hat – das schränkt ihre Innovationsfähigkeit ein und verzögert die Vorbereitung ihrer Kund:innen auf das, was kommt. Sie können ihr Angebot auf den vergleichsweise kleinen Anteil an Kund:innen mit Smart Meter beschränken – das reduziert die Marktreichweite drastisch. Oder sie finden einen Weg, dynamische Produkte ohne Intervall-Messdaten zu starten und so schon jetzt Vorteile mit Kund:innen zu teilen, die Kundenbindung zu stärken und zu lernen, wie sich diese Produkte betreiben lassen.
Genau hier kommen SLP-basierte dynamische Tarife ins Spiel.
Sie als „Workaround" zu bezeichnen, wird ihnen nicht ganz gerecht. Für viele zukunftsorientierte Versorger sind SLP-basierte dynamische Verträge ein bewusster erster Schritt in einer breiteren Produktstrategie – sie ermöglichen den Einstieg in den Markt für dynamische Tarife schon heute und bauen gleichzeitig die Fähigkeiten auf, die für das flexible Energiesystem von morgen gebraucht werden.
Der Business Case für den Einstieg überzeugt: Dynamische Tarife helfen Versorgern, regulatorische Anforderungen zu erfüllen und sich in zunehmend wettbewerbsintensiven Endkundenmärkten zu differenzieren. Gleichzeitig können sie Kund:innen auf künftige Flexibilitätsdienstleistungen wie automatisiertes EV-Laden, Home Energy Management und Demand Response vorbereiten.
Das einzige wirkliche Hindernis ist die Infrastruktur.
Auch wenn sich der Smart-Meter-Rollout weiter beschleunigt, betreuen die meisten Versorger noch Portfolios, die von konventionellen Zählern dominiert werden. Wer auf die vollständige Smart-Meter-Durchdringung wartet, verschiebt Produktinnovation womöglich um Jahre.
Ein SLP-basierter Ansatz löst genau diesen Engpass. Statt auf die Infrastruktur zu warten, können Versorger schon heute dynamische Tarife einführen, operative Erfahrung sammeln, Abrechnungsprozesse optimieren, Kund:innen informieren und einen nahtlosen Migrationspfad zur Smart-Meter-basierten Abrechnung etablieren, sobald der Rollout fortschreitet.
Doch wie kann ein Versorger einen echten dynamischen Tarif ohne Smart-Meter-Daten anbieten? Die Antwort liegt in der Kombination aus synthetischen Lastprofilen und einer Abrechnungs-Engine, die sowohl zeitreihenbasierte Profile als auch Strompreise berechnen kann.
Ein SLP-basierter dynamischer Tarif kombiniert dynamische Großhandelsstrompreise mit dem geschätzten Verbrauchsprofil einer Kund:in – statt mit gemessenen Viertelstunden-Daten aus dem Smart Meter.
Statt die Kosten aus tatsächlichen Intervallmessungen zu berechnen, verwendet die Abrechnungs-Engine den geschätzten Monats- oder Jahresverbrauch der Kund:in und verteilt ihn mithilfe eines standardisierten synthetischen Lastprofils auf einzelne Tage und Viertelstunden. Dieser geschätzte Verbrauch wird anschließend mit den entsprechenden stündlichen oder viertelstündlichen Marktpreisen – meist auf Basis von EPEX Spot – bewertet, um die Energiekosten der Kund:in zu berechnen. So lässt sich für jede Viertelstunde ein geschätzter Energieverbrauch mit dem entsprechenden Marktpreis bewerten. Die Abrechnung funktioniert damit ähnlich wie bei einem dynamischen Tarif – mit dem Unterschied, dass die Energiemengen zunächst geschätzt werden.
Kund:innen ohne Smart Meter werden zunächst auf Basis ihres geschätzten Verbrauchs abgerechnet und liefern in regelmäßigen Abständen Zählerstände. Aus der Differenz zwischen den Zählerständen lässt sich der tatsächliche Verbrauch für den jeweiligen Zeitraum bestimmen. Dieser reale Verbrauch kann anschließend auf die einzelnen Viertelstunden verteilt werden. Sobald reale Zählerstände vorliegen, können die zuvor geschätzten Verbrauchsmengen entsprechend angepasst werden.
Das Ergebnis ist ein Tarif, der die Dynamik des Großhandelsmarkts abbildet und dabei für Kund:innen zugänglich bleibt, die noch keinen Smart Meter erhalten haben.
Ein SLP-basierter dynamischer Tarif ermöglicht Versorgern:
Das Ergebnis: Kund:innen ohne Smart Meter können schon heute auf einem dynamischen Tarif abgerechnet werden – auf Basis eines geschätzten Verbrauchsmusters, mit einer späteren Korrektur der Endabrechnung, sobald echte Zählerstände vorliegen.
Das ist deshalb relevant, weil es zwei Dinge entkoppelt, die häufig zusammen gedacht werden: dynamische Preisbildung und Intervallmessung. Für die Abrechnung müssen dynamische Preisbildung und echte Intervallmessung also nicht zwingend gleichzeitig vorhanden sein.
Für viele Versorger sind SLP-basierte dynamische Verträge nicht einfach ein Workaround – sie sind ein strategischer Markteinstiegspunkt.
Versorger können neue Produkte sofort einführen, ohne von Smart-Meter-Rollout-Zeitplänen abhängig zu sein. Das verkürzt die Zeit zwischen Produktdesign und kommerziellem Launch deutlich.
Dynamische Tarife bringen neue operative Prozesse, Kundenkommunikation, Preisstrategien und Abrechnungsanforderungen mit sich. Wer zunächst mit SLP-Kund:innen startet, sammelt Erfahrung, bevor Millionen von Intervall-Datenpunkten verwaltet werden müssen.
Statt Jahre auf den Infrastrukturausbau zu warten, können Lieferanten schon jetzt Kund:innen gewinnen, die sich für innovative Energieprodukte interessieren. Das schafft stärkere Kundenbindung und baut gleichzeitig ein künftiges Flexibilitätsportfolio auf.
Wenn Kund:innen bereits ein Produkt nutzen, das auf dem EPEX-Spot-Preis basiert, ist der Übergang zu einem vollständig dynamischen Tarif mit intervallbasierter Verbrauchsmessung deutlich einfacher zu handhaben als ein Wechsel von einem Festpreistarif. Die Systeme von exnaton sind zudem speziell darauf ausgelegt, diesen Übergang bei Marktkommunikation und Abrechnungsprozessen zu unterstützen.
Die Einführung eines SLP-basierten Tarifs ist selten das Endziel. Vielmehr stellt sie die erste Stufe einer breiteren digitalen Transformationsreise dar.
exnaton beschreibt diese Entwicklung in fünf Stufen – vom Zustand ganz ohne Smart-Meter-Abhängigkeit bis hin zur vollständigen Flexibilitätsorchestrierung:

Die Einführung eines SLP-basierten dynamischen Tarifs erfordert mehr, als Smart-Meter-Daten einfach durch ein synthetisches Lastprofil zu ersetzen. Die Abrechnungs-Engine muss Marktpreise, geschätzten Verbrauch und die künftige Smart-Meter-Migration präzise in einem einzigen, automatisierten Prozess zusammenführen.
So funktioniert es im Detail.
Der Abrechnungsprozess beginnt bei der Tarifberechnung selbst. Statt auf einen fixen Energiepreis zu setzen, importiert die Abrechnungs-Engine Großhandelsstrompreise – meist von EPEX Spot – und kombiniert sie mit lieferantenspezifischer Preislogik.
Versorger können ihre Preisformeln konfigurieren mit:
Da diese Komponenten über Standardschnittstellen importiert statt fest codiert werden, kann sich der Tarif weiterentwickeln, wenn sich Marktbedingungen oder Regulierung ändern.
Da die Kund:in noch keinen intelligenten Zähler hat, erzeugt die Abrechnungs-Engine ein synthetisches Viertelstunden-Verbrauchsprofil auf Basis des geschätzten Jahresverbrauchs und eines entsprechenden Standardlastprofils (SLP).
Diese geschätzte Zeitreihe wird anschließend mit den entsprechenden Marktpreisen für jede Viertelstunde (oder Stunde) abgeglichen, sodass das System die Energiekosten der Kund:in so berechnen kann, als lägen Intervalldaten vor.
Das Ergebnis ist eine transparente monatliche Rechnung, die dynamische Großhandelspreise widerspiegelt – auch ohne Smart Meter.
Sobald echte Zählerstände vorliegen – zum Beispiel im jährlichen Ableseturnus –, wird der gesamte abgerechnete Verbrauch automatisch mit dem realen Jahresverbrauch der Kund:in abgeglichen, um eine korrekte Abrechnung über den gesamten Zeitraum sicherzustellen.
Die vielleicht wichtigste Fähigkeit zeigt sich, sobald die Kund:in endlich ein intelligentes Messsystem (iMSys) erhält.
Eine skalierbare Abrechnungs-Engine sollte automatisch von synthetischen Verbrauchsprofilen auf echte Intervall-Messdaten umschalten – ohne neuen Tarif, neuen Vertrag oder manuelle Migration.
Gleichzeitig muss sie den Zeitraum vor dem Zählereinbau korrekt auf SLP-Basis abrechnen und den gesamten künftigen Verbrauch anhand echter Intervallmessungen weiterführen.
Ohne diesen automatisierten Übergang stünden Versorger vor einem manuellen und fehleranfälligen Migrationsprozess für jede Kund:in, die zur Smart-Meter-Abrechnung wechselt – ein Ansatz, der mit fortschreitendem Rollout schnell nicht mehr tragbar ist.
Werden diese Fähigkeiten kombiniert, brauchen Versorger keine getrennten Abrechnungsprozesse mehr für Kund:innen mit konventionellem Zähler und Smart-Meter-Kund:innen.
Stattdessen unterstützt eine einzige Abrechnungs-Engine die gesamte Entwicklung – von SLP-basierten dynamischen Tarifen heute bis zur vollständig intervallbasierten Abrechnung morgen –, sodass Versorger innovative Produkte sofort einführen können und gleichzeitig für die nächste Phase der Energiewende bereit sind.
Die Plattform von exnaton ist so gebaut, dass sie SLP-basierte und Smart-Meter-basierte dynamische Tarife parallel auf derselben Tarif- und Abrechnungsinfrastruktur betreibt. Tarifkomponenten wie Festpreis, indexbasierter Tarif, zeitvariabler Tarif und formelbasierter dynamischer Tarif lassen sich pro Kundensegment konfigurieren und umschalten. Der Übergang von SLP- zu Intervallabrechnung erfolgt automatisch, sobald Smart Meter installiert werden – ganz ohne Systemmigration.
Für einen Versorger bedeutet das: Der SLP-basierte dynamische Tarif ist kein separates Produkt, das später abgeschaltet wird – es ist dasselbe Produkt auf derselben Infrastruktur, das mit fortschreitender Messinfrastruktur einfach präziser wird. Das entspricht auch dem grundsätzlichen Verständnis von exnaton: Dynamische Tarife sollten nicht auf perfekte Daten warten. Sie sollten mit den heute verfügbaren Daten starten und sich verbessern, sobald bessere Daten vorliegen.
Bei exnaton haben wir unsere Abrechnungsplattform genau dafür entwickelt: damit Versorger moderne Energieprodukte einführen können, ohne ihre bestehende IT-Landschaft zu ersetzen.
Unsere SLP-Lösung ermöglicht es Lieferanten, dynamische Tarife schon heute zu starten und sich gleichzeitig auf das smarte Energiesystem von morgen vorzubereiten.
Versorger können dynamische Tarifformeln konfigurieren, basierend auf:
Die Preislogik lässt sich anpassen – ohne individuelle Softwareentwicklung.
Die Plattform übernimmt automatisch:
Das ermöglicht eine präzise und skalierbare Abrechnung – auch vor dem Smart-Meter-Rollout.
Einer der größten Vorteile des exnaton-Ansatzes: Kund:innen müssen ihren Vertrag beim Einbau eines Smart Meters nicht wechseln. Das ist grundsätzlich möglich, sofern die entsprechenden vertraglichen Voraussetzungen erfüllt sind. exnaton unterstützt Versorger gerne bei der technischen Umsetzung.
Auf technischer Ebene ersetzt die Abrechnungs-Engine einfach das synthetische Lastprofil durch echte Intervall-Messdaten. Die Kundenerfahrung bleibt unverändert, während die Abrechnungsgenauigkeit automatisch zunimmt.
Das schafft einen reibungslosen Migrationspfad, während der Smart-Meter-Rollout fortschreitet.
Versorger müssen ihr ERP- oder Kundeninformationssystem nicht ersetzen.
Die exnaton-Plattform integriert sich in bestehende Umgebungen, darunter SAP- und powercloud-Landschaften, sodass Lieferanten ihre Energieprodukte modernisieren können, ohne etablierte Geschäftsprozesse zu stören.

SLP-basierte dynamische Abrechnung hilft Energielieferanten schon jetzt dabei, dynamische Tarife einer breiteren Kundenbasis zugänglich zu machen – statt sie auf Haushalte mit Smart Meter zu beschränken.
Ein Beispiel ist Elli, die Energiemarke der Volkswagen Group, die Volkswagen Naturstrom Flex als Teil eines breiteren Energie-Ökosystems für Kund:innen mit flexiblen oder verbrauchsintensiven Assets wie Elektrofahrzeugen, Wallboxen und Photovoltaikanlagen eingeführt hat.
Elli startete das Projekt Ende 2023 und ging am 1. April 2024 mit den ersten Kund:innen live – deutlich vor der deutschen Marktfrist für dynamische Tarifangebote. Ziel war nicht nur die Erfüllung einer regulatorischen Anforderung. Elli wollte ein Produkt schaffen, das Kund:innen mit unterschiedlichen Zählersituationen bedienen kann und dabei dynamische Strompreise transparent und verständlich macht.
Das Ergebnis: ein kundenseitig einheitlicher Tarif mit zwei Abrechnungsmodellen im Hintergrund. Kund:innen mit Smart Meter werden anhand tatsächlicher 15-Minuten-Verbrauchsdaten abgerechnet und können so direkt davon profitieren, ihren Verbrauch in günstigere Zeitfenster zu verschieben. Kund:innen ohne Smart Meter werden auf Basis eines Standardlastprofils und eines monatlichen mengengewichteten Durchschnittspreises abgerechnet.
Der Tarif basiert auf EPEX-Spot-Day-Ahead-Preisen, beinhaltet zertifizierten Ökostrom und startet mit einem Fixpreis im ersten Monat, um Kund:innen sanft an das dynamische Modell heranzuführen. Eine Mindestvertragslaufzeit von einem Monat gibt Kund:innen zudem mehr Flexibilität.
exnaton unterstützte Elli genau dort, wo dynamische Tarifprodukte operativ komplex werden: bei der Abrechnungs-Engine und Abrechnungslogik, bei Abwicklungsprozessen sowie bei der Visualisierung für Kund:innen. Diese Funktionen ermöglichen es Kund:innen, aktuelle und Day-Ahead-Preise, vergangene Verbrauchskurven, Verbrauch im Verhältnis zu Kosten sowie ihren gewichteten Durchschnittspreis auf Tages-, Wochen-, Monats- und Jahresbasis einzusehen.
Umgesetzt wurde das Projekt gemeinsam mit Work Digital, verantwortlich für die Integrationsebene und die Einbindung des Kundenportals, sowie Convotis, zuständig für Output-Management, Kundendokumente und Versand. Klare Verantwortlichkeiten im Partner-Ökosystem halfen dabei, das Projekt zügig voranzubringen und gleichzeitig Customer Journey, Abrechnungsdarstellung und technische Umsetzung eng aufeinander abzustimmen.
Eine zentrale Erkenntnis aus dem Projekt: Ein dynamischer Tarif braucht nicht am ersten Tag jede erdenkliche Funktion. Elli priorisierte die für einen zuverlässigen Launch nötige Funktionalität, band Rechtsabteilung und weitere Stakeholder frühzeitig ein und behandelte weniger kritische Elemente als spätere Ausbaustufen.
Der Case zeigt den grundsätzlichen Mehrwert eines SLP-basierten Ansatzes: Versorger können ein einziges dynamisches Produkt für Kund:innen mit und ohne Smart Meter einführen, früh praktische Erfahrung sammeln und Kund:innen auf eine intervallbasierte Abrechnung überführen, sobald die Messinfrastruktur verfügbar ist.
Smart Meter bleiben das langfristige Ziel für dynamische Energiedienstleistungen.
Sie müssen aber nicht der Ausgangspunkt sein.
SLP-basierte dynamische Tarife ermöglichen es Versorgern, schon heute zu innovieren – und gleichzeitig die operativen Fähigkeiten aufzubauen, die für die Energiemärkte von morgen gebraucht werden.
Statt die Produktentwicklung zu verschieben, bis die Infrastruktur aufgeholt hat, können Lieferanten schon jetzt:
Für Versorger, die ihre digitale Transformation beschleunigen wollen, bieten SLP-basierte dynamische Verträge einen praktischen, risikoarmen ersten Schritt.
Mit fortschreitendem Smart-Meter-Rollout wird der Anteil der Kund:innen, die auf Basis echter Intervalldaten abgerechnet werden, weiter wachsen – und Versorger, die bereits mit SLP-basierten dynamischen Tarifen gestartet sind, verfügen dann schon über die Abrechnungsinfrastruktur, Tariflogik und Kundenbasis, um diesen Übergang ohne Reibungsverluste zu vollziehen. Wer auf 100 % Smart-Meter-Abdeckung wartet, bevor überhaupt etwas eingeführt wird, hat am Ende einfach länger gewartet, um mit dem Lernen zu beginnen.
Du möchtest einen dynamischen Tarif einführen, ohne auf den Smart-Meter-Rollout zu warten? Sprich mit uns. Wir zeigen dir gerne, wie das Modell für deine Kundenbasis funktionieren kann. Kontaktiere uns.
SLP steht für Standardlastprofil – eine standardisierte, statistisch modellierte Verbrauchskurve, mit der der Stromverbrauch von Kund:innen ohne Intervallzähler geschätzt wird.
Ja. Ein SLP-basierter dynamischer Tarif rechnet den geschätzten SLP-Verbrauch der Kund:in gegen einen variablen Preis – etwa den EPEX-Spot-Day-Ahead-Preis – ab, statt echte Intervall-Messdaten vorauszusetzen.
Die Kund:innen werden ab der Installation des Smart Meters auf eine intervallbasierte Abrechnung umgestellt. Der Zeitraum davor bleibt auf SLP-Basis abgerechnet und wird entsprechend berücksichtigt.
Regulierungen wie das deutsche §41a EnWG verlangen bereits jetzt dynamische Tarife, während die Smart-Meter-Durchdringung in vielen Märkten noch begrenzt ist. SLP-basierte Abrechnung ermöglicht es Versorgern, bereits heute dynamische Produkte für eine breitere Kundengruppe anzubieten, ohne auf den vollständigen Smart-Meter-Rollout zu warten.